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Reiserouten durch die Provinz von Rimini

Viserba: In der mittelalterlichen Ortsnamenkunde wird Viserba als "fundus viserbae" bezeichnet. Dieser Name könnte aus der mittelalterlichen lateinischen Bedeutung "Via acerba" (unebene Straße) abstammen. Im Jahr 1881 lebten hier 86 Einwohner auf der Via Romea und andere 710 verstreut auf dem Lande. Eine alte Legende kann die Bedeutung von der Quelle Sacramora in Viserba erklären. Während des Reiches von Otto I., zwischen 961 - 973, lief ein schwerer Marmorsarg an der Adria in der Nähe des Kloster vom Heiligen Petrus (Kirche von San Giuliano) auf Sand. Im Sarg war der Körper eines Märtyrers, der in einem Sack mit Schlangen geschlossen und im Meer geworfen wurde, weil er Glaubensbekenner Christus war.   Der Ort, wo der Körper gefunden wurde, hieß seitdem Sacramora, d.h. "heiliger Halt". Hier entstand ein Sumpf, "Panther" genannt, Reich an unterirdischem Gewässer aus dem Fluss Marecchia und mit Quellwasserbrunnen. Dieser Brunnen wurde mit einer Marmormauer aus religiösen Gründen bezeichnet. Das Quellwasser ist dank seiner Klarheit diuretisch und gesund.

Rimini:
Alte und neue Stadt, Rimini ist auch Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und bietet sowohl Baudenkmäler einer wichtigen Vergangenheit als auch eine sehr moderne Touristenorganisation an. Das perfekte Ziel für den Urlaub denen, die die Entspannung eines Tages am Strand oder den Spaß einer Nacht in der Disko oder den Besuch historischer Kunstschätze abwechseln wollen. Rimini wurde 268 v.C. von den Römern gegründet. Sie war römische Kolonie, strategischer Straßenknotenpunkt und Treffpunkt für Handelgeschäfte. 90 v.C. wurde sie zum Munizipium. Im Mittelalter war ihr Schicksal, das einer freien Stadtrepublik. Am Ende des 13. Jhs. fing die Herrschaft der Malatesta, die Rimini in einer Brutstätte der Kultur und der Kunst veränderte.
Verucchio:
Verucchio hat eine sehr alte Geschichte, die von der Anwesenheit einer noch geheimnisvollen, aber sicherlich wunderbaren Kultur veredelt worden ist. Eine voretruskische Bevölkerung ließ sich hier zwischen der Hälfte des 11. Jhs. und des 6. Jhs. v.C. nieder. Diese Bevölkerung war mit dem großen Zentrum Villanovas (Ort in der Nähe von Bologna) verwandt. Wegen des Reichtums und der Besonderheit der Funde bezeichneten die Archäologen diese Kultur als "Civiltà Verucchiese". Die Reise durch Verucchio beginnt daher in dem archäologischen Stadtmuseum, das seinen Sitz in dem ehemaligen Kloster des Heiligen Agostino hat. Hier sind die meisten Funde aufbewahrt, vor allem Leichenausstattungen, die in den 60er Jahren am Fuße des Hügels entdeckt wurden. All die Funde zeigen eine Schönheit und eine Geziertheit internationaler Bedeutung: nicht nur die außergewöhnlichen Urnen, sondern auch die wunderschönen Juwelen, die Bernsteine, die Rüstungen und, was selten ist, die Holzobjekte, unter denen einen ganzen Thron, und die Gewebe, die in einer Menge und einem einzigartigen Erhaltungszustand gefunden wurden.
Santarcangelo:
Santarcangelo ist ein zauberhaftes Dorf, vornehm und geheimnisvoll, mit ihrer jahrhundertelangen Geschichte, ihren jahrtausendalten Orten wie das alte Pfarrhaus, für ihre unterirdischen Wege, Hauptstadt der Mundartdichtung, für ihre Traditionen, ihre Ereignisse und ihre alten Messen, so wie diejenigen von San Michele (September) und San Martino (November). Zu besichtigen sind die eleganten Kirchen, der schöne Ganganelli Platz, die kleinen Gassen der Altstadt, die Burg der Malatesta, die Grotten, das Museum des Ballspiels mit dem Armholz und des Trommelballspiels, das ethnographische Museum der Sitten und Gebräuche des Volkes der Romagna, eine der wichtigsten Sammlungen der Romagna.
San Marino:
Die Republik von San Marino wurde, nach der Tradition, 301 n.C. gegründet und ist schon 1700 Jahre alt. Die Republik ist klein und liegt auf einem Hügelland. Sie hat eigene Regeln und Institutionen, die sich mit dem demokratischen und internationalen Leben der Republik befassen. Aus den Turmen oder auf dem Platz des Rathauses sieht man die Hügel des Montefeltro und die Adriaküste und spürt man die 1700 Jahre Geschichte dieser kleinen Gemeinschaft. Von den Mauern und den Palästen hört man noch den taktmäßigen Schritt der Truppenschau. Die alten Feierlichkeiten der Armbrustschützen und der Fahnenträger wiederholen sich jedes Jahr mit dem gleichen ernsthaften Ritual. Es gibt gute Gründe, um San Marino zu besuchen. Tausende von Besuchern kommen hier jedes Jahr. Die Republik ist nicht nur einer der kleinsten Staaten der Welt, die älteste Republik Europas, sondern auch der Staat, der, im Verhältnis zu seinen Einwohnern, eine sehr hohe Zahl von Touristen aufnimmt.
San Leo:
Ein zugespitzter Fels in einer Landschaft, die von den Apenninen zum Meer hin abfallen; eine prächtige Burg und ein Glockenturm unter alten Häusern; Geschichte und Legende, Heiliges und Profanes, furchtbare Kerker und fromme Pfarrkirchen: das alles ist S.Leo.Den Götter heilige Anhöhe, als der Heilige Leo im 3. Jh. hier ankam, wurde von ihm gewählt, um das Christentum zu verbreiten, was von hier aus nämlich in der umliegenden Region passierte. Später wurde die Region Diözese von Montefeltro (dem alten Namen der Stadt).

Montegridolfo:
Man erreicht Montegridolfo von Cattolica (Ausfahrt Autobahn A 14) oder von Pesaro beim Folgen der Straßenschilder. Büsse der Überlandverkehrslinie Nummer 175 und 180. An der Grenze zwischen Romagna und Marken, zwischen den Tälern der Flüsse Conca und Foglia, befindet sich Montegridolfo, eins der besser aufbewahrten und restaurierten mittelalterlichen Dörfer. Der Ursprung dieses Dorfes ist bis heute noch unbestimmt; sicher ist nur der vorherige Ortsname, Monte Lauro, der wahrscheinlich aus dem Lorbeer stammt, der hier reichlich in den Wäldern wuchs. Der heutige Name Montegridolfo geht auf dem 13. Jh. zurück, der Castrum Gredulphus, als sich eine Welfenfamilie aus Rimini, die Gridolfi, hier während der Auseinandersetzung mit der Gegenpartei der Ghibellinen niederließ. 1233 schwur Montegridolfo ihre Treue in dem Kampf gegen Urbino. 1288 wurde das Stadtzentrum von den Nachbarstädte Mondaino und Saludecio in Brand gesetzt und ausgeplündert. 1377 ließ Malatesta Guasta Famiglia neue Mauer mit 4 imposanten Wachtturmen zum Schutz des Stadtzentrums bauen und trug zu der Instandhaltung und Bereicherung des Schlosses bei. 1455 ging das Schloss an die Familie Montefeltro, kam aber einige Jahre später in den Händen der Malatesta wieder zurück. In den nächsten Jahren folgten die Herrschaften von Cesare Borgia im Jahr 1502, von Venedig im Jahr 1504 und von dem Kirchstaat im Jahr 1509.

 
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